Ich backe anders - Der Rezepteblog von Kultbäcker Martin Schönleben

Pupu – italienische Biscotti

Die Plätzchensaison ist hiermit von mir offiziell eröffnet. Es wird Zeit neue Rezepte auszuprobieren, damit wir an Weihnachten wissen, was wir backen werden.


Zuerst schauen wir mal nach Italien und was dort so an Biscottis gebacken wird.

Diese kleinen wilden Tierchen habe ich im Internet gefunden. Hier bei Cuochella habe ich sie entdeckt. Da sie mir so gut gefallen haben, musste ich sofort kleine Pupus nachbacken. Und sie sehen nicht nur genial aus, sie sind auch noch super einfach zu machen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es genau das richtige Rezept für meinen italienischen Backkurs ist, den ich mit Rosa zusammen an der VHS-Gröbenzell letzte Woche gegeben habe. Dies ist ein besonderer Backkurs, denn hier wurden nicht nur italienische Plätzchen unter meiner Anleitung gebacken, nein man musste auch noch auf italienisch Konversation betreiben. Während ich also damit beschäftigt war, dass die Biscotti alle gelingen, hat sich Rosa darum gekümmert, dass jeder auch italienisch sprechen musste. Es war ein italienischer Konversationskurs mit eingebautem Biscottiunterricht.

Jedoch gab es eine kleine Überraschung für mich. Als ich nun meiner Italienischlehrerin freudig meine kleinen Pupus präsentierte und sie fragte, was denn eigentlich so ein Pupu sei, ich konnte nämlich in keinem meiner Wörterbücher eine Übersetzung finden, war ich  etwas geschockt von der Antwort. Es hat mir dann doch die Freude an meiner Entdeckung genommen. Auf so etwas können, glaube ich auch nur Italienerinnen kommen! Einem Plätzchen einen derartigen Namen zu geben. Wie kann man es sich da noch die kleinen Pupus auf der Zunge zergehen lassen. Ich glaube ich kann das hier gar nicht beschreiben, was “Pupu” wirklich heißt, weil dann keiner mehr meine kleinen neckischen Biester nachbacken will. Deshalb gleich hier, ohne weitere Erklärungen das Rezept:

Rezept (für ca. 40 Stück):
Schokobutterteig:

100  g Zucker
200  g Butter
2 g Vanille
etwas geriebene Zitrone
80 ml Eigelb (4 Stück)
30 g Milch (2 EL)
300  g Mehl
25 g Kakao
2   g    Backpulver
Für die Augen:
weiße Kuvertüre und schwarze Kuvertüre

Zubereitung:
Zuerst verknete ich die Butter und den Zucker miteinander. Dann gebe ich meine Gewürze in die Zucker-Butter-Mischung. Nun immer ein Wenig von den Eigelben und der Milch untermengen. Zuletzt knete ich das Mehl, dass ich zuvor mit dem Kakao und Backpulver versiebt habe, kurz unter das Gemisch. Jetzt aber ab in den Kühlschrank, vorher noch schnell abdecken.

Nach ca. 3 Stunden Ruhezeit kann ich meine Pupus formen. Ich nehme etwa 18 g schwere Stückchen von meinem Schokoteig und forme kleine Schlangen. Die ich zu einem Schneckenhaus aufrolle. Alle meine Plätzchen lege ich nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Im vorgeheizten Ofen bei ca. 180 ° C etwa 9 – 14 Minuten backen. Dann auskühlen lassen. Für die Augen temperiere ich etwas weiße Schokolade und ein wenig Zartbitterschokolade. Mit einem Tütchen garniere ich nun zuerst weiße ovale Tupfen auf ein Backpapier und dann in die Mitte einen schwarzen Tupfen für die Iris. Wenn die Augen fest geworden sind, dann klebe ich sie an meine kleinen wilden Tiere mit etwas Kuvertüre an.

Vielleicht backe ich die Pupus in meinem Weihnachtsplätzchenkurs nächste Woche noch einmal? Sie sind doch einfach viel zu drollig!

Viel Spaß beim Nachbacken wünscht Ihnen ihr Konditormeister

Martin Schönleben

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Comments Closed

5 Comments

  1. October 29, 2012    

    Diese entzückenden Dingelchen haben mit dem Namen nichts gemeinsam :-).
    Wenn ich nicht so ein Back-Legastheniker wäre, würde ich sie versuchen.

    • October 29, 2012    

      Liebe Dorothée,

      das mit dem Back-Legastheniker glaubt dir doch keiner. Nicht mal ich.

      Grüße vom Kochlegastheniker

      Martin

  2. October 30, 2012    

    Die sind bezaubernd….und ich denke mir schon, was “Pupu” heisst ;-)

    • October 31, 2012    

      Liebe Melanie,

      freut mich, wenn du Bescheid weißt, dann muss ich es dir ja nicht mehr übersetzten.

      Es grüßt mit einem bayerischen Servus

      Martin

  3. November 9, 2012    

    diese Cookies sind so lustig, ich würde gerne einen Versuch

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